19.06.2017

Traditionelles Ritual, Pilgerwanderung 15km, pradakshina

Arunachala, der Heilige Berg. Seine Bedeutung übersteigt für Hindus in Südindien noch die des Kailash. Einer Legende nach soll auf diesem Berg Shiva in Form eines feurigen Linga den Göttern Brahma und Vishnu erschienen sein. Auf diese Legende bezieht sich auch der Name des Berges, der als „Hügel des Lichts“ oder „Hügel der Morgenröte“ übersetzt werden kann. Ein traditionelles Ritual gilt es den Berg zu umwandern. Ohne Schuhe versteht sich. So machten wir uns nach einem Frühstück auf, um die 15 km des giri pradakshina (Bedeutung der Silben: pra – vertreibt Sünden da – lässt Wünsche in Erfüllung gehen kshi – löscht Karma aus na – Selbsterkenntnis, Befreiung giri – Berg vallam – Umrundung) zu bewältigen. Keine leichte Aufgabe, da die Sonne schon ihre Arbeit verrichtet. Schweigend und ganz bei Sich umrundeten wir den Arunachala, auf den Pilgerweg welcher von unzähligen kleineren und größeren Heiligtümern geschmückt war. Die letzten 3-4 km des Weges, welche durch die lärmende Stadt führten, haben wir mit Schuhen durchwandert. (der Asphalt, war einfach zu heiß). Nach einer erfrischenden Dusche und einer Pause für die Füße, haben wir uns noch ein Moped für die Fahrt zum nächsten Restaurant ausgeborgt und köstlich gespeist.

 

 

„Arunachala ist ein verborgener heiliger Ort. Er ist immer vergleichsweise wenig bekannt geblieben. Der Berg verleiht Selbsterkenntnis, Jnana, aber die meisten Menschen haben andere, stärkere Begierden und suchen nicht wirklich dieses tiefe Wissen. Oh Arunachala, Du entwurzelst das Ego derjenigen, die an Dich in ihrem Herzen denken.“

 

Sri Ramana Maharshi

 

 

 


Standort bzw. Reiseroute

Zeitangaben entsprechen nicht Indienzeit !!!


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