10.05.2016

 

Ohne Wecker, vielleicht durch den Lärm der indischen Pilger geweckt, sind wir also um 5 Uhr aus unseren Schlafsäcken rausgeklettert. Rucksäcke in die Ecke gestellt uns so sind wir noch vor 6 Uhr morgens zu unserer Pilgerwanderung nach Yamunotri aufgebrochen. Von Jankichatti führt ein 6 km langer und teilweise sehr steiler Pilgerweg den Berg hoch nach Yamunotri. Yamunotri liegt 3185 m über den Meeresspiegel im Schatten des 6315 m hohen Bandarpunch und ist Ursprungsort des heiligen Flusses Yamuna. Neben den Yamunatempel sind die heißen Quellen (Sonnenquelle, Surya Kund) in welchen die Pilger Reis kochen die Hauptattraktion. So wandern wir neben unzähligen Pilgern, Mauleseln und Trägern den Weg hoch. Der Weg führt entlang einer Schlucht in den Berg gebaut. Wir sind überwältigt von dieser Schönheit, Kraft die uns um gibt, das wir vergessen, das wir über 3000 Meter sind. Nach rund 3  Stunden haben wir den Tempel erreicht und übergaben der Quelle ein Opfer in Form von Nüssen. Im Tempel selbst, badeten die Pilger in den heißen Quellen und wir sahen uns noch den Altar der schwarzen Göttin Yamuna an. Zurück ging es etwas schneller, vorbei an den Pilgern, die noch nach Oben strebten. Lakshmi fand ein Hufeisen am Weg, welches wir gerne als Geschenk und Erinnerung von Yamunotri mitnahmen. Unser Fahrer wartete wie besprochen und so konnten wir gegen Mittag starten. Unser Ziel für heute war Uttarkashi, ca. 180 km entfernt. Die Fahrt selbst, war wieder ein Schweben in der Vielfalt von Indiens Bergen und Natur. Noch vor Sonnenuntergang haben wir unser Zimmer bezogen und uns einer Dusche mit warmen Wasser hingegeben. Wie dankbar man doch ist, für warmes Wasser. Vor dem Abendessen, spazierten wir kurz an den rauschenden Ganges. Dieses Rauschen begleitete uns in den Schlaf.

 

Danke, für diese uns auferlegten Strapazen auf diesem Pilgerweg, welche wir gerne angenommen haben.

 

Uttarkaschi 10.05.2016 21 Uhr 00 Rupert  

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